Digitale Strichliste
Die Strichliste, die sich selbst führt.
Fast jedes Vereinsheim hat eine: ein Blatt an der Kühlschranktür, eine Spalte pro Getränk, ein Strich pro Flasche. Sie funktioniert – bis jemand den Kugelschreiber sucht, bis ein Strich in der falschen Zeile landet, bis am Monatsende niemand mehr weiß, wessen Striche das waren.
Woran die Liste an der Tür scheitert
Nicht an bösem Willen. An lauter Kleinigkeiten, die sich über ein Jahr summieren.
Der Strich ohne Besitzer
Wer in Eile ist, setzt den Strich in die nächstbeste Zeile. Am Monatsende fehlt Geld, und keiner war’s.
Das Rechnen bleibt hängen
Striche zählen, mit dem Preis multiplizieren, zusammenzählen, abtippen. Zwei Stunden, die immer dieselbe Person macht.
Die Erinnerung verblasst
„Das war doch schon bezahlt.“ Gegen ein Blatt Papier mit einem Monat Staub darauf lässt sich schwer argumentieren.
Was sich ändert
In drei Schritten umgestellt
Mitglieder und Preise eintragen
Namen aus der Mitgliederliste, Getränke aus dem Kühlschrank, Preis daneben. Eine Vorschlagsliste mit den üblichen Verdächtigen steht schon da – Bier, Almdudler, Kaffee, Leberkässemmel. Eine Viertelstunde.
Altes Tablet an die Wand
Irgendeines mit Browser und WLAN, auch ein ausrangiertes. Einmal anmelden, „Als Kiosk einrichten“ antippen, zum Home-Bildschirm hinzufügen. Ab dann startet es direkt in der Namensauswahl.

Den Zettel abhängen
Am Anfang hängt er meistens noch daneben. Nach zwei Wochen nimmt ihn jemand ab, weil ihn niemand mehr benutzt hat.
Und was am Monatsende passiert
Der Teil, der die Umstellung bezahlt macht.

Häufige Fragen
Was ist eine digitale Strichliste überhaupt?
Dasselbe wie die Liste an der Kühlschranktür, nur auf einem Tablet: Jede und jeder trägt selbst ein, was entnommen wurde. Der Unterschied liegt hinter dem Tippen – der Betrag wird gleich mitgerechnet, dem richtigen Namen zugeordnet und steht am Monatsende ohne Nachzählen da.
Warum nicht einfach eine Excel-Tabelle?
Weil sie jemand führen muss. Eine Tabelle funktioniert nur, wenn eine einzige Person alle Zettel abtippt – und genau diese Person fehlt irgendwann. Beim Tablet bucht jede und jeder selbst, direkt beim Nehmen, und niemand tippt etwas ab.
Was passiert, wenn das WLAN ausfällt?
Das Tablet zeigt einen Hinweis und nimmt keine Buchung an, die es nicht speichern kann – lieber ein ehrliches „geht gerade nicht“ als eine Buchung, die im Nichts verschwindet. Sobald das Netz zurück ist, läuft es weiter. Für den Notfall bleibt der Papierzettel die beste Rückfallebene; nachtragen lässt sich alles.
Sieht dann jeder, was die anderen schulden?
Nein. Am Kühlschrank steht nur, was gerade in den laufenden Beleg wandert. Offene Beträge werden gar nicht erst an das Tablet geschickt. Den eigenen Stand sieht jedes Mitglied am Handy nach Anmeldung, alle Stände sieht nur, wer kassiert.
Was kostet eine digitale Strichliste?
Beim Kantineur 9,00 € im Monat pro Verein, mit Lagerführung 19,00 € – unabhängig davon, wie viele Mitglieder, Produkte oder Tablets dazugehören. Die ersten 14 Tage sind frei und brauchen keine Zahlungsdaten.
Mehr davon steht in der Hilfe. Wie es bei Feuerwehren, Musikvereinen und Sportvereinen konkret aussieht, steht auf den jeweiligen Seiten.
Hängt den Zettel ab.